Wohnen für die zweite Lebenshälfte

Wohnen für die zweite Lebenshälfte

„Es sind die Alten, die sich engagieren!“

In Schweden hat man sich bereits in den 1980er Jahren Gedanken über gemeinschaftliches Wohnen im Alter gemacht – und ein ganz neues Modell entwickelt: Häuser für die zweite Lebenshälfte. Das erste Haus namens Färdknäppen („Reisegefährte“) wurde schon 1993 gebaut. „Als wir damals darüber nachdachten, hatten alle Kinder oder schon Enkel. Wir lieben sie, aber wir wollten auch wieder ein eigenes Leben haben. Wir dachten: Jetzt sind wir an der Reihe!“, erklärt die 80jährige Gun Hedén, die von Anfang an dabei war.

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Noch so richtig viel Lust… (tt-Blogwichteln)

Noch so richtig viel Lust… (tt-Blogwichteln)

Ein Beitrag von Karin Klug*

Ja, ja, ja, dieser Blog gefällt mir, spricht mich an…. die neuen Welten des Alters erkunden…. Lust kriegen, das Alter zu leben…. genau das ist es, das mich zunehmend beschäftigt!

ttbw_buttonIm Rahmen einer Blogwichtelaktion des „wortstarken“ Frauennetzwerkes texttreff darf ich nun Sabine Jainskis Blog bewichteln, sprich: ein paar eigene Gedanken zum Thema hier anbringen.

Ich bin 51 Jahre alt. Solange ich jünger war, 10, 20, 30 schien mir das Leben jenseits der 50 unendlich weit weg, nicht greifbar, unvorstellbar. Menschen über 50, gar mit 60 oder 70 waren alt, uralt. Sie sahen anders aus, die Frauen mit toupierten, vom Haarspray fixierten Lockenkopf, in seltsamer, meist dunkler, altertümlicher Kleidung, mehr oder weniger wohlbeleibt, oft mit gebeugtem Rücken. Beliebt auch die Küchenschürze oder sogar das Kopftuch. Falten im Gesicht, falsche Zähne und ein schwerer Gang, mit Stock oder sonstiger Stütze. Die Männer mit mehr oder weniger Haaren am Kopf (mit der grausamen Variante, wenn die einzelnen verbliebenen Haarsträhnen gleichsam als Toupet über den kahlen Kopf gelegt wurden)… alte Menschen, die ihr (arbeitsreiches) Leben gelebt haben, sich nun mehr oder weniger in den Lehnstuhl zurückzogen, ihre Gebrechen pflegten, vor sich hinsiechten und einsam daheim oder im Heim auf ihr Ende warten…. Mehr lesen

Es geht los!

IMG_1856 (1)Wir sitzen im Schnitt mit der ersten Dokumentation unserer Reihe „Das Beste kommt noch“ für ARTE: „Ruhestand? Nein danke!“

Was heißt Tätigsein im Alter? Wenn die Lebenserwartung steigt und wir ein langes Leben vor uns haben – wie gestaltet man die Zeit zwischen 65 und 100? Die Tänzerin Fe Reichelt (90, Foto) unterrichtet bis heute angehende Tanztherapeuten; der ehemalige Finanzexperte André Vallette (77) berät junge Unternehmer; und die Altersforscherin Ursula Lehr (85), die erste Seniorenministerin der BRD unter Helmut Kohl, setzt sich für die Gleichberechtigung aller Lebensalter ein: „Seniorengerecht ist menschengerecht!“ .

Das Wichtigste ist uns die Lebenserfahrung unserer Protagonisten, die die Gesellschaft braucht – Wissen veraltet, aber Erfahrung und die Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, sind aktuell wie nie zuvor.